thousand wild eyes & Finner

Ein Gedanke, ein Bild, ein Wort, ein Gefühl und dann stehst Du nochmal auf, weil Du nicht schlafen kannst, weil dein Kopf zu viel denkt, zu viele Bilder und Worte und Gefühle produziert. Du setzt Dich an den Esstisch und denkst all diese Gedanken – über gestern und morgen und ganz vielleicht auch über genau diesen Moment, in dem Du im Schlafanzug etwas verwegen in der Küche sitzt, während die Nachbarin in der Bibel liest und der Meyer noch ein Bierchen zischt. Du fragst Dich, ob Du etwas hättest besser machen können. Ja. Du fragst Dich, ob Du etwas hättest schlechter machen können. Ja. Du fragst Dich, ob Du etwas hättest anders machen müssen. Vielleicht. Und ob Du die Zeit zurückdrehen würdest, wenn Du könntest Nein. Und dann folgst Du diesem einen Gefühl, was für Dich noch keinen Namen hat. Ja, vielleicht bist Du verliebt, aber vielleicht ist auch einfach nur Hunger oder PMS oder einfach nur etwas bittersüß schmeckende Melancholie, die mit einem Glas Rotwein und Bon Iver noch besser zu zelebrieren wäre. Mit dunkelrotem Lippenstift und scharlachroten Schuhen in einer leicht verruchten Bar an einem Montagabend. Aber da sind nur Du, der Esstisch und Deine Gedanken an längst vergangenen Tage oder nie geschehene Momente, die in Bildern vor Deinem inneren Auge vorbeiziehen. Manche schneller, manche langsamer. Manche kehren immer wieder zurück. Du betrachtest jedes Detail aus jeglicher Perspektive, so als hättest Du tausend Augen, mit denen Du gleichzeitig einen Fernsehfilm schauen musst, indem Du selbst die Hauptrolle spielst. Du fragst Dich, ob Du Dich anders fühlen sollest, jetzt, wo Du all die Blickwinkel selbst eingenommen hast. Aber das war doch nur im „so-als-ob“, weil Du natürlich nicht wirklich aus Deinem Körper hinaus kannst und doch er es ist, der all diese Gedanken und Gefühle überhaupt erst produziert.  Und irgendwann wirst Du müde, von all dem Denken und Fühlen der bekannten, aber namenlosen Gefühle. Du machst Dich auf die Suche nach einem Bild mit einem schönen Gefühl, das Du mit zwei Augen betrachten kannst. Und dann erinnerst Du dich, was Finner zu Dir sagen würde, wenn er jetzt hier wäre. Mit diesem tröstenden Zuckerwatte-Gefühl wirst Du bestimmt gut wieder einschlafen.

 

Inspiriert von:
Of Monsters and Men – 1) Wild roses, 2) From Finner und 3) Thousand eyes

 

thousand wild eyes & Finner

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