#Rattenschwanz

2019 ist echt ein verrücktes Jahr. Ich habe meinen ersten Artikel publiziert, meine Masterarbeit geschrieben, mein Studium beendet, meine ersten Seminare gehalten, bin eine alte Schachtel geworden und werde im Dezember in die Welt des Arbeitens eintreten (ob diesmal wirklich der Ernst des Lebens beginnt? So wie auch schon beim Eintritt in den Kindergarten, die Grundschule, die weiterführende Schule, die Oberstufe, das Studium?).

Brüste

Und nachdem ich mich jetzt so enorm gebildet habe, ist mir eines klar geworden (Achtung: Hier wechselt mein Ich zu dem lyrischen Ich, was ganz dezent, also  wirklich nur ganz leicht eine andere Meinung hat als ich……….) : Die Welt wird in einem furchtbaren Chaos enden. Kinder werden verwirrt sein, wenn sie einen geschminkten Mann sehen, weil es in der DNA eines Mannes nicht vorgesehen ist, dass er Lippenstift benutzt und Menschen nun mal nur DNA-gesteuerte Roboter mit immer eindeutig binärem Geschlecht sind. Schminke an Männern ist gegen die Natur. Schminke an Frauen auch, aber nur eingeschränkt, da durch eine Genmutation doch etwas Make-up in die weibliche DNA geraten ist und sich nach dem Survival-of-the-Fittest-Gesetz geschminkte Frauen besser vermehren konnten, weil welcher Mann möchte denn schon Sex mit einer ungeschminkten Frau.

Und überhaupt wird Vermehrung vor allem dann ein Problem, wenn der Mann gar keinen Sex mit einer Frau, sondern mit einem anderen Mann will. Das ist ja noch viel unnatürlicher – vor allem, weil tendenziell immer einer von beiden geschminkt ist und fürchterlich nasal spricht – und ja, ich finde wir leben in einer Zeit, in der Sexualität nur dann als natürlich betitelt werden sollte, wenn daraus Kinder entstehen können. Deshalb sind Frauen Ü50 auch grundsätzlich nicht mehr als sexuelle Wesen zu betrachten. Irgendwann stellt sich der Trieb halt einfach aus. Wer keine Kinder kriegen kann, darf per se auch keinen Sex haben. Das ist doch eine viel klarere Aussage. Generell, denke ich, wir leben in einer Zeit, in der wir Dinge über Natürlichkeit (messbar auf einer Skala von null natürlich bis hin zu superduper natürlich) definieren sollten. Und nein, ich finde es nicht wenig natürlich, dass ich gerade eine Smoothie getrunken habe, weil Menschen nun mal auch Obst essen (und es pürieren und in eine Plastikflasche füllen). Auch meine gefärbten Haare oder das Antibiotikum, dass ich vor Kurzem nehmen musste, sind vollkommen natürlich. Back to the roots, Leute, back to the roots! Noch deutlicher wird dies doch, wenn wir betrachten, dass Menschen in Zukunft auf Leute treffen werden und gar nicht wissen, ob sie mit denen Sex haben dürfen oder nicht. Dann steht da auf einmal jemand mit einem pinken Rock und hat gar keine Vulva, sodass es als Mann wirklich nicht okay ist, sich in die Person zu verlieben. Aber wie soll man das wissen??? Naja und als Frau ist es ja irgendwie auch nicht okay sich in die Person zu verlieben, weil sie trägt ja einen pinken Rock. Und die Kinder erst? Wie sollen wir denen erklären, dass sie am angezogenen Äußeren nun nicht mehr erkennen können, ob jemand eine Vulva oder einen Penis hat? Nicht dass mal jemand nachgeguckt hätte, ob der 2-Meter-Mucki-Man auch wirklich bestückt ist und ob auch wirklich alle inneren Organe denen eines Mannes entsprechen, aber das ist ja noch viel weniger zu hinterfragen und noch viel mehr verwirrendererererer. Da ist es wirklich deutlich natürlicher bei der Geburt aus allen nicht ganz eindeutigen Geschlechtsorganen einfach eine Vulva und Vagina zu formen, weil die natürlichste  – also so natürlich, dass es auf meiner Skala gar nicht mehr abzubilden ist – Regel ist: sobald man es penetrieren kann (Ausnahme Po oder Körperöffnungen oberhalb des Bauchnabels), ist es eine Frau. Ganz einfaches Prinzip (angelehnt an das Schlüssel-Schloss-Prinzip und ja, jetzt werden wieder einige behaupten, damit könnte man Analsex rechtfertigen, aber das stimmt nicht, weil das war ein Fehler in der Evolution. Ich habe das nachgelesen. Weiß grad nicht mehr genau wo, aber vertraut mir einfach.). Naja, wie auch immer: Wer will denn überhaupt in einer Welt Leben, wo man nicht mehr nach einer Sekunde schon weiß, ob eine Person ein möglicher Partner wäre? Das ist ja furchtbar (fruchtbar). Dann muss ich mich ja mit Personen unterhalten, ohne mir vorher sicher zu sein, in welchem Verhältnis wir zueinander stehen könnten. Das ist mir auch einfach zu anstrengend. Und mein Gegenüber hat ja dann das gleiche Problem und dann wird das richtig kompliziert, weil dann müssen wir ja miteinander reden, um festzustellen, ob wir uns anziehend finden und ob wir das potentiell, sollte da irgendwas sein, was nicht der Erwartung entspricht, auch ausziehend finden würden oder ob wir uns dann wieder anziehen und Mensch, jetzt habe ich mich hier total verzettelt. Meeeeeeensch. Komplizierte Scheiße hier. Genau das mein ich. Und wenn wir Erwachsenen das schon nicht verstehen, wie sollen Kinder das nur lernen? Die wissen dann doch irgendwann gar nicht mehr, was sie wirklich wollen und was der Natur entspricht. Das verwirrt die total und wird ihre Entwicklung voll beeinträchtigen, sodass sie in ihrer Geschlechterrolle und ihrer sexuellen Ausrichtung voll durcheinander sind und dann haben alle mit allen Sex. Alle. Mit allen. In großen Gruppen. In der Öffentlichkeit. Und dann werden welche davon schwanger und kriegen Kinder und die sind dann noch verwirrter, weil dann die Ehe nicht mehr die Keimzelle und ich Frauen in Hosen und ich weiß nicht, was und jetzt spreche ich meine Sätze nicht mal mehr zu und mein Blutdruck und das wäre der Punkt, wo ich besser aufhören sollte, aber ich will das nicht. Weil ich will nicht, dass unsere Gesellschaft kaputt geht und jeder mit jedem Sex hat. Das geht doch nicht. Power to the system, fuck the people, ah nein, das war andersherum, ach. Aber die Welt wird auf jeden Fall in einem fürchterlichen Chaos enden. Überall ist nur noch Sex. Jetzt sind nur überall sexualisierte Frauenkörper und Junggesellinnen-Abschiede, wo die Frauen lustige Penishüte auf dem Kopf haben, aber in der Welt von morgen haben überall alle Sex. Auf unnatürliche Art und Weise. Das war so nicht im Sinne des Erfinders. Wie die Ratte, die bei Renate im Flur wohnt, weil sie  durch die Katzenklappe gekommen ist. Die war für die Katze da, nicht für Ratten. Das war so wirklich nicht gedacht.  „Man muss nicht alles machen, nur weil es geht!“ hat Renate zu der Ratte gesagt, aber es war ihr egal. Und jetzt lädt die Ratte manchmal sogar andere Ratten ein und dann hocken die da alle im Flur, hören 90er-Hits von Madonna und gucken wer den längsten Schwanz hat. Ich hab Renate von Anfang gesagt, sie sollen die Katzenklappe lieber wieder zumauern, sonst wird die Welt in einem furchtbaren Chaos enden. Das zieht alles einen riesigen Rattenschwanz nach sich, also das wollte ich jetzt selbst nicht so sexualisieren, weil Schwänze, also ich ähm, ja ich muss los.

(Achtung: Hier wechselt das lyrische Ich wieder zu meinem Ich)

Dieses Beitragsbild ist in Kombination mit dem Titel so unlogisch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemand total gespannt auf den Beitrag klickt, sicherlich erhöht wird. Ohnehin wird die Wahrscheinlichkeit vermutlich eh schon wegen der Brüste erhöht. Sollte jemand wirklich mal Fotos von Brüsten auf einem Blog veröffentlichen wollen (passiert sicherlich schon irgendwo), würde ich die Beitragskategorie übrigens „New tits on the blog“ nennen, falls es jemanden von Euch interessiert.

 

#Rattenschwanz

2 Gedanken zu “#Rattenschwanz

  1. Neu im Kino dazu: „Ich bin Anastasia“. Wenn der Streifen abseits des Main-Stream-Programm-Kinos läuft schwöre ich hiermit feierlich, dass ich da mit meinen Sohn reingehe. Der hat lange Haare, trägt Hippie-Klamotten, hat John Lennon als WA-Avatar, will das sein Bart schneller wächst, ist in der Oberstufe … und finde Philosophie ansprechend. Vielleicht will er danach zum Bund oder eine Frau werden oder beides. Beides fände ich irgendwie „weird“, sagen wir semi-cool, aber naja, man steht halt zu seinen Zöglingen und ner feierlichen Beschwörung in einem Blogpost-Kommentar. So ist die Welt (heute). [Und wenn er das liest, bin ich im Ars..]

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