Dinge, die Studierende nicht sagen – Abschlussarbeitsversion

Hello peoplezzz,

im Folgenden wird kurz etwas über die Masterarbeit der Verfasserin gesagt und dann auf einer Metaebene Witze über Studierende und ihre Abschlussarbeiten gemacht. Dabei wird ein induktives Vorgehen gewählt, wobei kein Bezug zum Verhalten der Autorin besteht. Schließlich gehören subjektive Eindrücke nicht hierhin und so:

Keine Sorge, ich existiere noch. Meine Masterarbeit hat mein Leben ganz schön im Griff (fast: gehabt), aber bald ist es geschafft. Alle anderen Prüfungen sind schon abgegeben und bewertet und sobald die Masterarbeit abgegeben ist, war es das mit meinem Studium- didum-didum. Auch wenn ich hier keinen Beitrag geschrieben habe, habe ich eigentlich echt viel geschrieben – nur war das halt weniger, vielleicht auch eher anders kreativ als das hier. Auf jeden Fall ist mir jetzt eingefallen, dass ich mal zwei Beiträge zum Thema „Dinge, die Studierende nicht sagen“ geschrieben habe und darum ist mir wiederum die grandiose Idee zu diesem Post zum Thema „Dinge, die Studierende nicht sagen – Abschlussarbeitsversion“ gekommen.

Coole Idee, oder? Danke, danke.. mhm danke. Ihr könnt jetzt aufhören zu klatschen. Möchte nicht, dass Euch die Hände vom klatschen weh tuen und ihr dann nicht an Eurer Abschlussarbeit weiterschreiben könnt. Danke, vielen Dank! Wirklich, ganz herzlichen Dank meine Damenuntern! Dankeschön! Setzt Euch wieder. Oh, Rosen und Schlüppis, äh ih–ih–ich danke Euch, wirklich!

Bildschirmfoto 2019-08-28 um 11.28.55

Also: Dinge, die Studierende nicht sagen – Abschlussarbeitsversion

  1. Dass mein Deckblatt fertig formatiert ist, bedeutet nicht, dass ich mir jetzt eine lange Pause gönnen darf. Schließlich habe ich echt noch keine Arbeit geleistet und das Deckblatt ist auch nicht der Grundstein einer wissenschaftlichen Arbeit. Ich habe erst 1/12039024 geschafft. – Das ist echt kein Grund, sich auszuruhen.
  2. Ich würde niemals, wirklich nie-niemals ein Foto in meiner Instagram-Story posten, auf dem mein Laptop mit einer geöffneten Textdatei und ggf. noch mein chaotischer Schreibtisch zu sehen ist. Wirklich, nie, nie, nie. Warum sollte ich das tun? Ich verstehe den Sinn dahinter nicht. Alle wissen doch, dass ich gerade meine Abschlussarbeit schreibe und damit sehr, sehr fleißig bin. Auch Fotos von Kaffee vermeide ich auf meinem Instagram-Account tunlichst. (Tunlichst ist übrigens ein außerordentlich wundervolles Wort. Warum hat es das nicht früher in meinen aktiven Wortschatz geschafft?)
  3. Ich habe wirklich die richtige Balance zwischen der Beschäftigung mit meiner Abschlussarbeit und meiner Freizeit gefunden. Ich gehe zum Sport, treffe mich regelmäßig mit Freundinn_en und erstelle ab und an mal meine Professor_innen bei Sims 3. Ich verstehe absolut nicht, wie andere damit Probleme haben können.
  4. Die Phrasen „Im Folgenden“ oder „In der vorliegenden Arbeit“ vermeide ich genauso tunlichst wie Kaffeefotos auf Instagram. Mir fallen wirklich immer viel kreativere Einleitungen für Kapitel und Abschnitte ein. Deswegen werde ich sicher auch einen Award für gute Satzanfänge gewinnen.
  5. Ich prokrastiniere niemals. Ich habe weder aufgeräumt, noch aussortiert, noch geputzt, noch Unkraut gejätet. Meine Katze habe ich auch nicht so viel gebürstet, dass ich aus den Haaren jetzt eine zweite und vielleicht noch eine dritte Katze erstellen könnte. Bei Animal Crossing – Wild World habe ich auch nicht das Rathausmodell bekommen, weil ich so viel Geld gespart habe und ich habe ebenfalls keine Inventarliste über meine Schminkprodukte, Bücher und mein Kleingeld erstellt. Ich habe nicht, meine Erinnerungskiste durchgesehen, genauso wenig wie ich mein Bücherregal jetzt mal wieder nach Farben sortiert habe. Des Weiteren habe ich meine Amazon-Wunschliste nicht ergänzt, aufgeräumt und nach Alphabet sortiert und das Ganze dann noch mit Handlettering in mein Bullet Journal übertragen. Nein, nein, nein. Das alles würde ich niemals tun, weil ich ja eine Abschlussarbeit zu schreiben habe und auf die muss man sich wirklich konzentrieren.
  6. Ich finde es total super, wenn ich spontan ein Buch aus der Bibliothek ausleihen will, was nur einmal im Bestand und bis Ende 2039 ausgeliehen ist. Dann habe ich nämlich einen Grund mir das Buch selbst zu kaufen und das ist echt klasse. Insbesondere, wenn ich den Inhalt aus einer Sekundärquelle schon kenne und nur überprüfen will, ob das auch wirklich so in dem Buch steht, lohnt sich der Kauf.  Es ist noch schöner, wenn das Buch so alt ist, dass es gar nicht mehr in der Version verkauft wird und ich das dann gebraucht oder vllt. sogar in einem Shop für antiquarische Bücher kaufen muss. We love a good Bibliotheksbestand.
  7. Das Nachmittagsprogramm im TV geht mir komplett am Popo vorbei. Dass ich fast sieben Tage die Woche zu Hause bin, verleitet mich echt nicht dazu, mir „Zwei bei Kallwass“ und „Richter Alexander Hold“ zurückzuwünschen. Shopping-Queen gucke ich mir ohnehin nie an und die Sendungen übers Heiraten interessieren mich auch nicht. Brautkleider finde ich nämlich sowieso ziemlich uncool, weil ich lieber in einer Jeans heiraten möchte. Das ist zudem bestimmt bald der Fall, da ich ja auch jemandem zum heiraten habe. Zum Glück. Auch Problemsendungen schaue ich mir äußerst ungern an, weil ich ja nichts soziales studiert habe und damit nicht den Drang verspüre über die Probleme anderer Leute zu philosophieren. Schon gar nicht bei fiktiven Problemen.
  8. Meine Lieblingsschriftart bei Word ist Comic Sans MS in Pink. Ich habe mehrerer Schriftarten ausprobiert und mich dann entschieden, dass dies die richtige für meine Abschlussarbeit ist, weil sie direkt Professionalität erkennen lässt. Das Erscheinungsbild der Arbeit, macht schließlich schon den ersten Eindruck aus. (Außer das Deckblatt natürlich – das ist super unwichtig!)
  9. Ich würde niemals meinen ganzen Text erstmal mit 1.0 Zeilenabstand und ohne Seitenränder schreiben, um dann die korrekten Abstände einzustellen und mich zu freuen, dass sich meine Seitenzahl dann beinahe verdoppelt hat. Das wäre ja auch totaler Humbug.
  10. Ich träume nachts nichts, was irgendeinen Zusammenhang zu meiner Abschlussarbeit hat, weil über die Zeit hinaus, in der ich wirklich aktiv daran schreibe und arbeite, beschäftigt mich die Arbeit absolut gar nicht. Ich habe auch nicht geträumt, dass meine Tante meine halb fertige Arbeit hat binden lassen. Mir fällt nicht kurz vor dem Einschlafen ein, was ich nochmals überprüfen oder überarbeiten muss. Echt nicht.
Dinge, die Studierende nicht sagen – Abschlussarbeitsversion

2 Gedanken zu “Dinge, die Studierende nicht sagen – Abschlussarbeitsversion

  1. Hach, ein Text, wo „Des Weiteren“ mal so geschrieben wird, wie es geschrieben gehört. Wenn diese beiden Wörter auch in deiner Masterarbeit vorkommen, dann wird die durchgewinkt. Sie winken nicht ab, sondern zu … ähm durch, tun nichts mehr – tunlichst (…) – also als das. So ist das. Bestimmt.

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    1. Obwohl Word mir immer sagt, dass das anders geschrieben werden muss. Aber ausnahmsweise weiß ich es besser als Word :)
      Ich hoffe doch, dass die richtige Schreibweise von „Des Weiteren“ im Erwartungshorizont einen Großteil der Note ausmacht ;-)

      Gefällt 1 Person

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