Türen

Meine Bachelorarbeit ist fertig, lalalalalala!!!! Sie ist feeeertiiiiiig! AHHHH! Montag habe ich sie abgegeben! Habt Ihr das gehört????? Wuhuuuuu. 

Das musste vorweg kurz gesagt werden. Und wisst Ihr was das Schlimmste an der ganzen Bacheloarbeit war? Der Anhang. Word hat mir den Anhang immer wieder zerbombt. Der Word mag mich nicht. Ich schwör. Naja, jetzt bin ich erleichtert, weil sie fertig ist. Ich hoffe es sind keinen seltsamen Fehler drin. Ich kenne Menschen, die haben es geschafft, ihren eigenen Namen innerhalb einer Bachelorarbeit, wo man eigentlich ja nicht so oft seinen eigenen Namen schreibt, in mindestens zwei unterschiedlichen Schreibweisen zu schreiben. Wie auch immer: Ich bin echt froh und habe jetzt Zeit YouTube-Videos über Schminke und so zugucken. Normalerweise bin ich echt niemand (JA! DER SATZ GEHT NOCH WEITER!), also zumindest jetzt nicht mehr,  der die Sachen dann sieht und auch kaufen will, aber am Wochenende: Schwupp, gleich voll angefixt worden mit zwei LIMITIERTEN Nagellacken. Das heißt, die werden nur eine Zeit lang verkauft und dann gibt es sie nicht mehr. So: Ich zur Drogerie getigert. Ich trage zwar fast nie Nagellack und habe bereits mehr als genug davon, aber die Farben sind halt schön und da die Bachelorarbeit fertig ist, wollte ich sie mir gönnen. Interessiert Euch bestimmt brennend. Weiß ich. Und dann: Aufsteller war schon abgebaut. Neue limitierte Kollektion aufgebaut. WAS SOLL DAS? Wollte ich sie bei Douglas online bestellen und frage meine Mutter, ob sie noch Parfum braucht, weil ich mir dann die Versandkosten sparen kann. Ja, braucht sie. Super! Denkste. Parfum gerade nicht auf Lager. Habe dann panisch versucht die 25 Euro voll zu machen, damit ich keine Versandkosten zahlen muss. Ja, ich weiß, das müsste eigentlich toll sein, aber ich will keinen Kram kaufen, den ich gar nicht brauche… oder nicht brauche, aber will. Das Leben ist kompliziert. Ich sag´s Euch. Ich möchte gerne weiter an meiner Bachelorarbeit schreiben. Das war einfacher. Haha. Kidding. Wenn Ihr das hier lest, mich privat kennt und mich das nächste Mal seht, dann müsst Ihr mich auf meinen schönen Lippenstift oder Nagellack ansprechen, okay? So „WOOOOOOW, toller Lippenstift mit absolut atemberaubendem metallisch-mattem Finish! Der sieht ganz anders aus als der, den Du letzte Woche in einer ähnlichen Nuance drauf hattest!“ DANKE! Es sind übrigens 3 Nagellacke und 3 Lippenstifte geworden. Und die Versandkosten hätte ich mir fast zwei Mal sparen können. Irgendwie ist mein 16-Jahre-altes-Tussi-Ich wieder wach geworden. Es ist so schön über Schminke zu reden…

Manchmal stehe ich vor einer Tür und traue mich nicht sie zu öffnen. Das klingt jetzt super doll nach Metapher. Isses aber nicht. Ich stehe echt manchmal vor einer Tür und traue mich nicht sie zu öffnen. Das klingt jetzt super doll so als hätte ich Angst davor, was sich hinter der Tür befindet. So isses aber nicht. Es geht mehr darum, was sich auf Tür befindet. Naja, eigentlich nicht auf der Tür, sondern auf der Türklinke, aber auf der Tür passt besser zu hinter der Tür. Also so rein stilistisch und so. Wie auch immer, jetzt nochmal im ganzen Satz: Manchmal stehe ich vor eine Tür und traue mich nicht sie zu öffnen, weil ich Angst vor etwas habe, was sich auf der Türklinke befindet. Hätte ich auch direkt so sagen können, mach ich aber nicht. Also genauer genommen habe ich Angst vor den vielen Bazillen, die sich auf der Türklinke befindet. Das ist doch wirklich ekelhaft. In den drei Minuten, in denen ich jetzt gerade zum Beispiel bereits vor dieser Tür stehe und mich nicht traue sie zu öffnen, weil ich so Angst vor den Bazillen auf der Türklinke habe, hat sich bereits ein Mann in seine Hand genießt, eine alte Frau hat sich an den Hintern gefasst und zwei Kinder haben sich die Nase in ein Taschentuch, eines davon in ein unsichtbares Taschentuch, geschnäuzt. Und alle diese Menschen haben eines gemeinsam. Sie haben danach diese eine Tür, vor der ich gerade stehe und mich nicht traue sie zu öffnen, weil ich so Angst vor den Bazillen auf der Türklinke habe, geöffnet. Mit ihrer Hand. Mit ihren miefigen, verrotzten Fingern. Jetzt könnte man sagen: „Das ist doch nicht so schlimm. Man braucht ja auch ein bisschen Bakterien und Viren und so wegen dem Immunsystem und so. Und solange Du nicht vor der Tür der Isolationsstation in einem auf Krankheiten mit Quarantänepflicht spezialisiertem Krankenhaus stehst, und det auf der Seite innerhalb der Station, geht´s ja noch. Wobei dann wär´s vermutlich ohnehin schon jelaufen.“ (Anmerkung: Ich weiß, dass es „wegen des Immunsystems“ heißt, aber das sagt ja niemand und diese Aussage soll realistisch wirken.) Ja, das könnte man sagen. Mach ich aber nicht. Panisch suche ich nach dem Desinfektionsmittel in meiner Handtasche, zumindest wenn ich diese dabei habe, was ich jetzt zum Glück habe, weil ich eine Frau bin, die Handtaschen dabei hat, wenn es notwendig ist und heute ist es notwendig. Wie machen Männer das? So ein Kanister mit Desinfektionsmittel unterm Arm oder so? Ich persönlich finde ja, Männer sollten mehr Handtaschen tragen, aber meistens ist das eben nicht notwendig, weil Jacken für Männer  im Gegensatz zu Frauenjacken oft diese wundervoll großen Innentaschen haben. Wenn se das Portemonnaie zu Hause lassen, kriegen se da auch mal Desinfektionsmittel rein. Also wenn sie das wollen würden und es notwendig wäre zumindest. Ich könnte natürlich Männerjacken anziehen, aber ich bin so zierlich, das würde scheiße aussehen. Also lasse ich das und trage wenn notwendig Handtaschen mit mir rum. Ich finde das Desinfektionsmittel in meiner Handtasche, eigentlich ist es nur so ein Mittel, mit dem man die Bakterien auf der Haut hin- und herschiebt, aber das ist mir egal. Placebo und so. Was mache ich?

 

Türe

 

A: Ich ziehe die Schuhe aus und öffne in einem akrobatischen Akt die Tür mit meinem rechten Fuß, wofür es natürlich vollkommen unnötig war, beide Schuhe auszuziehen. Warum mache ich das? Weil meine Füße mir generell deutlich unwichtiger sind als meine Hände. Schließlich esse ich nicht mit den Füßen. Und so.
B: Ich bleibe vor der Tür stehen bis sie jemand öffnet und husche dann mit hindurch.
C: Ich laufe schreiend weg als hätte ich eine Spinnenmutation mit 17 Beinen gesehen.

Falsch. Nichts davon. Es läuft ein Hundewelpe vorbei und manchmal finde ich Hundewelpen so süß, dass ich heulen muss. Das Schlimme ist, das ist das Einzige an diesem Beitrag, was wirklich stimmt und trotzdem nicht kursiv geschrieben ist. Naja, also eigentlich heule ich nicht total los, sondern kriege nur so ein bisschen tränende Augen. Vom Wind und so…also den der Hund macht, wenn er mit dem Schwanz wedelt oder so. Warum auch sonst. Naja, aber dieses Mal muss ich halt richtig weinen. So doll, dass mein selbst erzeugtes Meer aus Tränen auf die Türklinke tropft. „Sag mal weinst Du etwa oder ist es der Regen?“ Höhö. Auf jeden Fall kreiert mir mein Geheule eine wundervolle Oberfläche, um die Türklinke anzufassen, ohne im Meer aus Bazillen zu versinken. Klar, komme ich irgendwann unten an, aber meine Tränen waschen die Bazillen dann sofort wieder runter. Ich habe ja nie verstanden, warum Weinen gesund sein sollte, aber ich glaube, jetzt habe ich es zum Glück kapiert. Und wie immer ist ein Hundewelpe die Lösung für alles (und nicht Desinfektionsmittel!)

Danke fürs Lesen! Ich habe diese Woche übrigens gleich zwei super atemberaubende Dinge gelernt: Ich habe auf einmal eine Eingebung gehabt und endlich verstanden, warum Monopoly so heißt wie es heißt. Und nach jahrelanger Forschung habe ich endlich die Funktionsweise von Spülmaschinen verstanden: 

 

<3-allerliebst,
Wiebke

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