22 Dinge, die ich in 22 (ok, fast 23) Jahren gelernt habe

 

Huhu Du(hu),

der heutige Beitrag beschäftigt sich mit 22 Dingen, die ich in 22 Jahren gelernt habe. Damit meine ich nicht sowas wie „Ich kann jetzt das Wort Phenolphthalein schreiben, ohne zu googeln!“ oder „Ich habe heute Laufen gelernt.“ oder so, sondern so kitschiges Zeug halt. Ihr wisst schon. Wie auch immer: Viel Spaß beim Lesen.

Herzallerliebst, 
Wiebke 
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1. Wir können immer nur in unserem eigenen Toleranzbereich tolerant sein. Woanders sind wir automatisch intolerant. Complicated. Was ich sagen will: Ich kann zum Beispiel damit leben, dass andere Menschen eine Beziehung mit zwei Leuten gleichzeitig führen, obwohl ich das absolut nicht nachvollziehen kann. Aber ich möchte es niemandem verbieten und glaube auch nicht an einen moralischen Untergang unserer Gesellschaft, wenn viele Leute diese Lebensform wählen sollten. Ich kann aber absolut nicht tolerieren, dass andere Leute ausländerfeindlich, frauenfeindlich, homophob und was auch immer sind, und das werde ich auch nicht. Ich bin intolerant, und Du? (Sorry, I´m a feminist bitch. Ups, I´m not sorry,   I´m just a feminist bitch. Und ja: Mit bitch meine ich Hündin! Weil, äh, Hunde sind süß! Und ja: Das war ein Hauptsatz der mit „weil“ anfing. Und ja: Ich studiere Germanistik.) 

2. Nur weil es französisch klingt, heißt es nicht, dass es nicht versaut sein kann.

3. „Hübsch sein“ ist keine Leistung, sondern etwas Angeborenes. Jemand hat dann einfach das Glück (für manche vielleicht auch das Pech) so auszusehen, wie es die Gesellschaft als Idealfall sieht. Das ist schön und wir können Menschen auch mal ein Kompliment dafür machen, aber wie hoch willst Du dieses Gut wirklich stellen, wo es doch nur angeboren ist? Ist es nicht anerkennender für eine gute Entwicklung oder etwas selbst Erarbeitetes gelobt zu werden, anstatt für sein natürliches Äußeres?

4. Netflix zerstört Dein Leben. Dieser Punkt sagt vermutlich mehr über mich aus als über Dich. Aber wie auch immer: Möchtest Du Dein Leben behalten, keine Filme oder Serien streamen! ….

6 Stunden später: Sorry, hab kurz mal 6 Folgen Stranger Things geguckt. Wo war ich noch gleich?

5. Wir alle sind Ergebnisse unserer Sozialisation. Wir sind ein Ergebnis von dem, was uns widerfahren ist und vielleicht auch ein bisschen davon, was für Gene wir in uns tragen. Wir haben alle unsere Geschichte. Aber wir sind dem nicht machtlos ausgeliefert. Unsere Geschichte rechtfertigt nicht alles was wir tun, auch, wenn sie vieles erklären mag. Ich sehe Deine Geschichte oder zumindest, dass Du eine hast. Aber die Entscheidung ein Arschloch zu sein, die triffst Du im Zweifelsfall immer noch selbst.

6. Nicht alles, was wir tun, muss sinnvoll sein. Mach mal was Sinnloses, einfach nur der Sache wegen!

7. Ok, ich will hier ja keinen auf Oberlehrerin machen, aber „Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ ist schon ein sinnvoller Spruch. Begegne anderen Menschen, wie Du möchtest, dass sie Dir begegnen. Das heißt zwar nicht automatisch, dass Dir nie jemand was Doofes antut, aber warum scheiße zu anderen sein und dann behaupten, dass Karma eine Bitch (Ja, ich meine schon wieder Hündin!) sei.

8. Apropos, Karma: Es gibt Menschen, die haben ein negatives Elektrogeräte-Karma. Kaum sind sie in der Nähe eines elektronischen Gerätes, plumps fällt es auf den Boden oder geht sonst irgendwie kaputt. Dann geht der PC auf einmal aus und nicht wieder an. Ich kenne auch solche Leute. Die können nichts dafür. Also hated niemanden für ihr_sein negatives Elektrogeräte-Karma.

9. Auf den ersten Eindruck geschissen! Der erste Eindruck ist in Wirklichkeit ziemlich wenig wert. Schwupp, hat man mal eine Person im falschen Moment kennen gelernt und alles ist versaut?! Ich habe mich so oft in Leuten getäuscht. Der erste Eindruck zählt nicht wirklich.

10. Dinge, die für Dich vollkommen normal und selbstverständlich oder logisch sind, müssen dies nicht auch automatisch für andere Menschen sein.

11. „Practice what you preach!“ Dem habe selbst ich nichts mehr hinzuzufügen :D

12. Es gibt einen Unterschied zwischen hübschen und schönen Menschen. Hübsch sind Menschen, die Du einmal anschaust und denkst „Wow!“. Schön sein ist keine äußerliche Eigenschaft, sondern etwas, was Du nur in Menschen „erkennen“ kannst, wenn Du sie kennen lernst. Hübsche Menschen sind nicht immer schön und schöne Menschen nicht immer hübsch.

13. Nudeln sind so vielseitig gestalt- und essbar, dass sie einen Preis verdient hätten. Nudeln sind unersetzbar und enttäuschen Dich nie. Wenn die Soße nicht schmeckt, kannst Du sie sogar mit Zimt und Zucker oder so essen. Nudeln sind der Burner. Nichts geht über Nudeln. Ok, außer Kaffee und Schokolade vielleicht. Ob es ein Rezept gibt, wo die drei Sachen alle zusammen vorkommen? 

14. Du musst Dich selbst kennen und akzeptieren lernen, wenn Du gut zu anderen Menschen sein willst. Wie möchtest Du jemandem ein gutes Gefühl geben, wenn Du nicht im Reinen mit Dir selbst bist?

15. „Kleider machen Leute“ – Klingt erst einmal voll oberflächlich, ist es aber unter Umständen gar nicht. Stell Dir vor, Du gehst heute in Anzughose und Jacket oder Blazer in die Stadt und morgen trägst Du ein absolut cooles Hip-Hop-Ouftit (Ihr wisst schon: Tiefhängende Hose, Hoodie, riesige Sportschuhe, vielleicht noch ein Goldkettchen…), glaubst Du, die Menschen würden Dich unterschiedlich wahrnehmen? Ich denke schon. Du bist natürlich immer dieselbe Person, unabhängig davon, was Du an hast, aber Du drückst etwas anderes aus und hast unter Umständen eine andere Wirkung auf Deine Mitmenschen.

16. Manchmal fühlen wir uns gegenüber anderen Menschen als etwas Besseres, aber das würden wir natürlich nie zugeben, weil das ist ja unmoralisch (Da ist er schon wieder: Der Hauptsatz, der mit weil beginnt…). Um ehrlich zu sein, finde ich das allerdings gar nicht so wild, sondern eher menschlich. Wir dürfen uns mal schlechter und auch besser als eine andere Person oder auch Personengruppe fühlen. Wir sollten nur hinterfragen, warum das in diesem Moment der Fall ist und ob es wirklich gerechtfertigt ist. Meistens lautet die Antwort: Nein.

17. Egoistisch sein und gut für sich selbst sorgen sind zwei unterschiedliche Dinge.

18. Es ist nicht angeboren, dass Frauen sich schminken und Männer nicht. Männer dürfen sich vollkommen legal, und sogar wenn sie nicht schwul sind (WAAAS? Dein Ernst jetzt??) schminken. Die Aufteilung, dass Frauen dies tun und Männer nicht ist lediglich gesellschaftlich geprägt. Genau wie Kleidung im Übrigen auch.

19. Meistens schenkt Dir das Leben nichts. Das Leben gibt Dir Gelegenheiten, aber ergreifen musst Du diese schon selbst. So als wenn bei Lidl mal wieder was tolles ab Donnerstag um 8 Uhr im Angebot ist und Du Dich mit 349 Rentnern um 7.50 Uhr vor dem Lidl Deines Vertrauens wieder findest, damit Du dieses Produkt günstig ergattern kannst. Bleibst Du zu Hause und wartest darauf, dass das Produkt durchs Fenster hineingeflogen kommt, verpasst Du die Gelegenheit. (War aber schon ein doofes Beispiel jetzt, Wiebke)

20. Ich wünschte ich wäre schon mit 15 auf die Idee gekommen diesen Beitrag zu schreiben, dann müssten mir nicht 22 Punkte in den Sinn kommen. Also: Möchtest Du solch einen Beitrag verfassen, mach das bloß so früh wie möglich!

21. Viele Menschen regen sich ja immer darüber auf, dass sie älter werden. Das verstehe ich ja irgendwie auch, aber ist die Alternative, nämlich jung zu sterben, etwa besser? Also freuen wir uns doch darüber, dass wir älter und älter werden.

22. Aus Liebe machen Menschen die verrücktesten Dinge. Manche fahren durch sämtliche Blitzer Deutschlands. Liebe an sich ist sowieso schon völlig verrückt. Manche heiraten sogar. Verrückt, verrückt.

 

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22 Dinge, die ich in 22 (ok, fast 23) Jahren gelernt habe

2 Gedanken zu “22 Dinge, die ich in 22 (ok, fast 23) Jahren gelernt habe

  1. Ich bin verstört, da muss eine unglaubliche und feinsinnige Absicht dahinter stecken, wenn eine Germanistikstudentin „du“ und „dein“ durchweg groß schreibt. Ich wittere eine Rebellion der Rechtschreibung und bin vollends dabei, auch wenn ich just heute nach Anraten eines „Korrektorators“ alle „Dus“ und „Deins“ in einem Manuskript [dem dadaistischen Sinnbuch-Dingens] in „dus“ und „deins“ verwandelt habe.
    Wenn es zu einer Demonstration vor dem/die/das (?) KMK in Bonn kommt, wäre ich in erster Front, schwenkend mit einer „Du/Dein/Dir“-Flagge (was auch immer) in der Hand :D

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    1. Haha, das schwere Los, wenn ich irgendwo erwähne, dass ich Germanistik studiere : Alle denken ich hätte Ahnung von Rechtschreibung etc. :D Ich studier das aber auch nur als Nebenfach übrigens :D
      Ich habe gelernt, dass man „Du, Dein, Dir“ groß schreiben kann (aber nicht muss), wenn man die Person direkt ansprechen will, z.B. in einem Brief, einer E-Mail oder eben in so einem Post. Aber es würde mich natürlich sehr freuen, eine dementsprechende Flagge zu sehen :D
      Freut mich, dass es mit dem Buch schon einmal so weit klappt! Viel Erfolg damit :)

      Gefällt 1 Person

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