Die-Bücher-Freu(n)d-Theorie

Hey Ho,

die Einleitung ist zurück. Sie hat ihren Urlaub abgebrochen. Das Hotel war anders als im Internet gezeigt. Und „anders“ meint in diesem Zusammenhang nicht „besser“. Normalerweise sag ich immer, dass „anders“ ja nicht „falsch“ heißt, aber in diesem Fall schon #haltedichdochendlichmalandeineeigenenprinzipien. Außerdem war die Einleitung mit ihrem Freund dem Fazit dort und dummerweise hat ihre Exfreundin die Zusammenfassung da auch Urlaub gemacht. Da gab es dann halt Stress und nun ist Einleitung nicht nur aus dem doofen Urlaub zurück, sondern auch noch single (All the Single-Textteile, now put your hands up!). Wie auch immer: Mein sowieso schon enorm hoher Kaffeekonsum steigt täglich in Form einer exponentiellen Funktion (hey, ich weiß noch ein Wort aus der Schule!) an. Keine Ahnung, ob das Sinn macht. Die Betonung liegt auf „enorm hoher Kaffeekonsum“ und „steigt an“. Außerdem hat sich mein Kater (Tier, nicht Alkohol) sehr unter einer Pfote verletzt und muss jetzt bis mindestens Freitag im Haus bleiben: Mit Verband, Halskrause und nach Rindfleisch schmeckenden Tabletten (Und nein, er frisst sie trotzdem nicht freiwillig. Ich glaube das ist eine Strategie, weil er weiß, dass ich die Tabletten dann in Leckereien verpacken muss. – Die unter Umständen ebenso nach Rindfleisch schmecken. #katzenlogik). Mit seiner Halskrause rennt er ständig irgendwo gegen und kapiert einfach nicht wieso. Und er kann nur schwer fressen, was bedeutet, dass ungefähr überall Katzenfutter ist. In der Katze, auf der Katze, auf dem Fußboden und in der Halskrause. Und er kann sich nicht mal selber putzen #struggleofacatlife. Den folgenden Text habe ich gestern Nacht geschrieben, während ich mir Sorgen, um den gegen-die-Tür-lauf-Kater gemacht habe. Ist ziemlich abgefahren geworden. Also liebe Psychoanalytiker, bitte jetzt aufhören zu lesen. Oh Gott, 278 Wörter und noch nichts vom eigentlichen Inhalt, aber wie gesagt, die Einleitung ist wieder da und ihr kennt das sicher, wie viel Kolleginn_en immer reden können, wenn sie aus dem Urlaub kommen…

Ich habe eine tiefe Verbindung zu Schreibwarengeschäften. Und die Schreibwaren-geschäfte auch zu mir. Naja, vermutlich eher die Besitzer_innen, die das Geld einnehmen. Ähnliches gilt für Buchläden. Ich hab da halt irgendeine Affinität zum Kauf von Stiften und papierartigen Dingen. Das gilt übrigens nicht für Toilettenpapier, Küchenrollen und auch nicht für Taschentücher. Aber eben für Taschenbücher. Höhöö. „Ich kauf sehr viele Taschenbücher, dafür keine Taschentücher!“ könnte der Slogan einer Buchhandlung sein. Daneben ein Foto einer hübschen Brillenträgerin mit einem intelligenten, strahlenden Lächeln im Gesicht, sodass sich die Frauen mit ihr identifizieren können und die Männer sich überlegen, auch mal wieder ein Buch zu lesen. Wer weiß, wen man alles in der Buchhandlung trifft. Hoffentlich triffst Du nur comiclesende Nerdinen (Ups, hallo Klischee! Brauchte Dich nur kurz als Beispiel. Du darfst jetzt wieder gehen!). Hoffentlich triffst Du heiße comiclesende Katie-Price-Verschnitte mit Lippenstift von Kylie Jenner und Parfüm von Victoria ihr ihr Secret (Süß, die Autokorrektur möchte gerne „Sekret“ daraus machen. Nein! Wobei…). Die Frage ist (und die gleichfolgende Frage ist doch  immer DIE Frage): Was würde Freud zu Menschen sagen, die gerne Bücher und Schreibwaren kaufen? Ich tippe ja auf einen nicht überwundenen Ödipuskomplex. Ist doch die Lösung für alles, denk ich. Oder geht es eigentlich um den Akt des Buch- oder Schreibwarenladenbetretens an sich? Um den Moment, wo dieses Klingelzeichen oder die Glocke kommt und Dir beweist, dass jemand gehört hat, dass du zur Tür reingekommen bist, auch wenn Du nicht „Hallo ihr Büchernarren und äh… weibliche Form?! Närrin? … NÄHERIN! Büchernarren und Näherinnen! Warum ist mir das nicht gleich eingefallen?!“ gerufen hast. Und vielleicht ist es ja genau dieser Beweis der Wirksamkeit der eigenen körperlichen Existenz. Oder so. Passiert vor allem Menschen, die sich als Kind als wenig selbstwirksam erlebt haben. Kennt ihr ja „Also ich lass mein Kind ja immer schreien. Ich kann kann ja nicht immer gleich aufspringen und hier die Mutti spielen. Mein Sohn soll doch kein Macho werden! Wenn er Hunger hat, kann er sich ja ne Büchse Ravioli heiß machen!“. Naja 30 Jahre später stellt die Mutti dann fest „Er ist kein Macho, aber er geht in Büchergeschäfte! Und Schreibwarenhandlungen! Und kauft Stifte, die sogar für mich farblich gleich aussehen und fragt mich dann entsetzt, ob ich noch nie etwas von Nuancen gehört hätte!“. Doch der Mutter geht es eigentlich gar nicht um die Sache mit den Farbnuancen. Sie hofft eigentlich – also unbewusst mein ich – dass ihr Sohn sich nicht die alte Buchhändlerin anlacht, weil das ja die Reproduktion ihres familiären Erbgutes gefährden könnte. Schließlich kann die Buchhändlerin in ihrem Alter ja keine Kinder mehr kriegen, was wiederum bedeutet, dass die eigentlich absolut farbenblinde Mutter keine Enkelkinder bekommt, was wiederum schlecht für die Erhaltung der Spezies ist. Und wenn die Mutter nicht schon selbst ihr Erbgut möglichst weit in der Gegend verteilt hat, dann ist das Ganze an dieser Stelle nun gewissermaßen gelaufen. Das muss man ja auch mal ganz nüchtern so betrachten. Naja und nehmen wir mal, dass der Sohn sich die alte Buchhändlerin anlacht, dann würde die Mutti ihrer Schwiegertochter, die beinahe ihre Mutter sein könnte, nicht raten, ihre Kinder schreien zu lassen, weil das auf Dauer nur negative Folgen mit sich bringen würde. Das würde sie ihr eigentlich natürlich wirklich gerne sagen, aber sie würde es nicht tun, da die alte Frau ja keine Kinder bekommen würde. Versteht ihr? Dadurch würde die unreflektierte Buchhändlerin sich fragen, ob ihrer Schwiegermutter, die beinahe ihre Tochter sein könnte, gar nichts an ihr liegt, wenn sie ihr schon keine Tipps gibt. Naja und der richtige Struggle, und da kommt Freud ins Spiel (also dem Siggi ihm sein theoretisches Zeug…. voll wertvolles, theoretisches Zeug), ist, dass jetzt quasi in den Köpfen der beiden Frauen in Bezug auf den papierliebhabenden Nichtmacho eine quasi-inzestuöse Situation entstanden ist. Seine Mutter wird nämlich quasi zu seiner Tochter. Versteht ihr? Seine Partnerin könnte die Mutter seiner Mutter sein. Und wer wäre dann der Vater seiner Mutter, wenn nicht der Postbote???: Genau! Er selbst!!!

freund
professionelle Darstellung des Sachverhaltes, ohne abgeschnittenes „w“ bei „wenn“

Und jetzt ist es so, dass das ja nur die Frauen so wahrnehmen und nicht er. Aber sein Unterbewusstsein spürt diese intensiv inzestuöse Atmosphäre in der Luft und kommt damit zu der Erkenntnis, dass er im Prinzip, also nur auf Ebene der ähhh psychischen Gewalt oder so, sein eigener Großvater ist! Das wiederum beruhigt das Unterbewusstsein seine reproduktionsbesorgten Mutter, weil das heißt, dass er sich quasi in einer unendlichen Schleife selbst reproduzieren kann, was die Familie erhalten wird. Und somit löst sich, wie von allein, ohne Eingriffe einer anderen Gewalt, ein absolut natürlich vorhandenes Problem der menschlichen Art. Ist die Natur nicht großartig? – „Ja, aber können wir nicht ein paar Bäume abholzen, um Bücher daraus zu machen?“ – Klar, denn ohne den Menschen, der sich der Bücherproduktion gewidmet hat wäre dies Problem nicht gelöst worden. Aber eben auch nicht entstanden, obwohl es sich natürlich um ein absolut natürlich vorhandenes Problem der menschlichen Art handelt. Bücher sind trotzdem irgendwie Schuld an diesem absolut natürlich vorhandenen Problem der menschlichen Art, aber auch die Lösung. Moment, kann man die Bücher nicht einfach rauskürzen? – Ne, wir sind hier ja nicht in Mathe.

Hat das jemand zu Ende gelesen? Egal. Es ist mein Blog und ich kann hier machen was ich will. Hier bitte sowas wie pubertierende Gegenworte einfügen. Bis bald! Ganz viel Liebe von mir und Katie Price, die gerade Marble-Comics liest.

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