Von sinnloser Scheiße und positiven Folgen

Vorlesungsfreie Zeit! Seit zwei Wochen! Die Leute sagen immer, wenn man richtig Schreiben oder Bloggen will, dann müsste man das Ganze wie einen Job betrachten und morgens um 7 Uhr dafür aufstehen. Da dachte ich: Super, das kann ich in den „Ferien“ dann ja mal machen. Habe dann allerdings erstmal kurz gelacht und mich nochmal umgedreht. Bis 18 Uhr. Okay, just kidding. Soweit ist es dann doch noch nicht. Jetzt aber zum Thema des heutigen Beitrags: „Gurkenzucht für Menschen, bei denen selbst Kakteen vertrocknen“-  Habe schon überlegt, das mal als VHS Kurs anzubieten…(Nein, meine alberne Stimmung schlägt sich nicht auf das, was ich hier schreibe aus! Nein! Nein! Nein!)
Naja, wie auch immer: Jetzt geht es dann wirklich mal los! Und Achtung: Der Beitrag spiegelt nur meine Meinung, mein Bild von Menschen usw. wider und hat keinen Anspruch darauf die absolute Wahrheit zu sein. 

Denken wir mal an Paris, Brüssel, Nizza, Würzburg, München. Gerade passiert viel Mist hier in Europa. An anderen Orten auf diesem Planeten ist das Dauerzustand. Aber auch allen Menschen passiert persönlich viel Scheiße. Und wenn ihr mich fragt: Grundlos. Nicht als Bestrafung irgendeiner göttlichen Macht und auch nicht als „charakterstärkende“ Maßnahme. In unserer Welt, in unserer aller Leben passiert sinnlose Scheiße.

Ich sag es gerne nochmal und verstärke die Alliteration dabei: Es passiert sehr, sehr sinnlose Scheiße. Oder auch auf Englisch: senseless shit. Und für die Schlauen unter Euch auch nochmal auf Latein: sinnlosus scheißus. Und nochmal in der weiblichen lateinischen Form: sinnlosa scheißa.

Shit.jpg

Ich glaube nicht daran, dass Dinge aus einem bestimmten Grund passieren. Ich glaube nicht daran, dass irgendwer irgendwo einen Plan für Dein Leben hat und der ganze Mist nur passiert, damit Du irgendwann zu einer bestimmten Person geformt wirst. Ich glaube nicht daran, dass das alles nur zu Deinem besten ist, weil es Dich stärker werden lässt. Ich glaube nicht an den Sinn von Naturkatastrophen, Unfällen, Krankheiten oder irgendwelchen persönlichen Problemen. Ich glaube eher an den Umkehrschluss: Es hat nicht alles einen Sinn. Aber wir geben allem einen Sinn. Manchmal tut die Feststellung, dass einige Sachen einfach richtig scheiße sind, echt weh. Du fragst Dich: Warum? Warum ich? Warum wir? Warum überhaupt? Warum jetzt? Warum nicht jemand anders? Warum habe ich diese beschissene Krankheit? Warum bin ich eine Frau? Warum habe ich meinen Job verloren? Warum ich? Warum ich? Warum ich? Und dann ist die Antwort: „Einfach nur so. Es gibt keinen Grund.“ Und genau diese Antwort ist unglaublich unbefriedigend. Und irgendwann, wenn wir stark waren, wenn wir unser Päckchen akzeptiert haben oder die Sache überwunden haben – vielleicht nicht ganz, aber so, dass es okay ist, sehen wir den Benefit, den die Sache uns gebracht hat. „Naja, wenn ich diesen einen Job nicht verloren hätte, dann hätte ich mich auch nie selbstständig gemacht und das ist das Beste, was ich je getan habe!“ oder „Wenn ich diese Krankheit nicht hätte, dann könnte ich niemals so emphatisch mit anderen Personen sein und wäre vielleicht total das Arschloch geworden!„.

Immer wenn wir etwas überwinden müssen, dann verändern wir uns. Das kann richtig schief gehen, aber es kann auch viele gute Dinge mit sich bringen. Das ist eine Folge von sinnlosa Scheißa – nicht dessen Absicht. Für mich gibt es niemanden, der doofe Sachen in mein Leben streut, damit ich stärker werde, sondern es passieren doofe Sachen und weil ich diese bewältigen muss, machen sie mich stärker (oder eben schwächer, was dann auf Dauer unter Umständen wieder etwas Positives mit sich bringt). Eben nicht andersherum. Ich weiß, dass es vielen Leuten sehr wichtig ist, dass es genau andersherum passiert. Sie glauben daran, dass unglückliche Zeiten oder Dinge in ihrem Leben nur stattfinden, um sie zu formen und das Beste aus ihnen herauszuholen. Das macht es natürlich einfacher, auch schwere Zeiten zu überstehen und positiv in die Zukunft zu sehen. Und das ist okay. Vielleicht muss da einfach jede_r ihre_seine eigene Philosophie finden, aber wichtig ist das Ergebnis.

Wichtig ist: Wir blicken zurück und finden Dinge richtig beschissen, aber wir überleben sie und sie machen uns zu den Menschen, die wir sind. (Trotzdem sind und waren diese Dinge beschissen. Das muss auch mal gesagt werden!) Aber wenn die Folgen davon, Dich wandeln, Dir etwas Positives mitgeben, dann nutze sie! Du bist eine einzigartige Person! Nur Du hast diese einzigartige Lebensgeschichte! Also: Zeig ihnen welche positiven Dinge Du trotz oder wegen Deines Lebens mitbekommen hast! Zeig ihnen, was in Dir steckt!

Bleibt stark!  Pikachu ist vielleicht ganz in Deiner Nähe.

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