Die Kreationen anderer Leute

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Hello it´s me. I´ve been wondering if after all these days you´d like to read. Okay, genug Adele-Witze für dieses Jahr. Nach ca. 3 Wochen Abstinenz melde ich mich mit einem Beitrag zurück. Ich war nie wirklich weg, hab mich nur versteckt. Okay, genug Westenhagen-Witze für dieses Jahr. Ich war aber echt nicht weg, mein Semester hat nur wieder angefangen und was soll ich sagen: Die Uni hat mich direkt wieder im Griff. Da heißt es dann immer work, work, work, work, work,work. Okay, genug Rihanna-Witze für dieses Jahr. Wie auch immer, genug von meinen Befindlichkeiten und schlechten Musikerwitzen. In diesem Beitrag geht es, wie Du gegebenenfalls schon erkannt hast, um Musik! Also um die musikalischen Kreationen anderer Leute, wie Sänger_innen, Songtexter_innen, Komponist_innen… 

Ich liebe Musik. Total und vollkommen. Pop, Indie, Folk, hin und wieder Klassik. Klar, in der Disco ist auch „Heute schütte ich mich zu“ von Karl Dall ok, aber wenn ich so alleine irgendwo rumsitze und Musik höre, dann ist sowas nicht so ganz mein Favorit. Früher war ich eine absolute Mainstream-Musikhörerin: Ich habe immer genau das gehört, was gerade in den Charts lief. Als Sami Slimani die noch nicht moderiert hat und Viva und MTV noch richtige Musiksender waren. Hätte fast Musiksender_innen geschrieben. Schreibe gerade eine Hausarbeit über gendergerechte Sprache und jetzt fange ich schon an sächliche Dinge zu gendern. So,so,so. Weiter geht´s liebe Salzstreuerinnen und Salzstreuer. Wo waren wir stehen geblieben? Ach, genau. Die Charts bei MTV oder Viva und Mainstreammusik. Heute höre ich häufig Radio und nehme damit auch noch am Mainstream teil. Aber wie gesagt: Popmusik gefällt mir und damit passt das ja ganz gut. Ansonsten höre ich momentan super gerne das erste Album von Kate Nash oder die Alben von Daughter und Of Monsters And Men. An sich bin ich auch totaler Fan von Bon Iver, Soléy, oder Wir sind Helden aber da hab ich das Meiste leider weitestgehend tot gehört. Passiert. Nichtsdestotrotz finde ich bei all diesen Interpreten die Texte einfach super! Während Wir sind Helden wortgewandt und häufig auch kritisch sind, ist Kate Nash weitestgehend auf eine coole Art und Weise frech. Die anderen Interpreten sind etwas gefühlsduselig – das ist nicht für jede_n was, aber eben genau mein Ding. Die Texte sind zum Teil voll mit Metaphern und Symbolen, einige Lyrics sind auch vollkommen realitätsfern. Sie erzählen mir eine Geschichte, sie berühren mich, sie bringen mir neue Erkenntnisse oder ich erkenne mich in einzelnen Liedern wieder. Wer ein Fan von Worten ist, wird wohl auch bei Musik auf diese achten.

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Gerade weil ich ein Wortfan bin, achte ich also selber total darauf, was ich da höre und was ich aus diesen Lyrics heraushöre. Manche Texte sehe ich dann auch kritisch. Ich mein, was will der Typ wohl mit einer Cheerleaderin, die immer da ist, wenn er sie braucht?  Und auch das ist mir wichtig. Wenn ich Worte höre, die überhaupt nicht das widerspiegeln, wofür ich stehe, dann überlege ich mir, ob ich sie weiterhin hören möchte.

Manche Worte will ich nicht nur weiterhin hören, ich möchte sie auch bei mir tragen (kitschig, kitschig, tralalalala…Okay, genug Nikolaus-Witze bis zum 06.12.):

Ich werfe Worte,
die ich in der Zeitung las.
Gerne in ein Einmachglas.
Denn Einmachgläser halten,
selbst die alten,
stets was sie versprechen
ohne es zu brechen.
Das klingt so als würde ich
aus Zeitungsbuchstaben einen Drohbrief schreiben,
doch wir wollen bei der Wahrheit bleiben:
Meistens sind es gar keine Zeitungsworte,
sondern Texte von der Liedersorte.
Doch „ich werfe Worte,
die ich in schönen Liedern hörte“,
reimt sich nicht so schön auf Einmachglas,
wie „in der Zeitung las“.
Manchmal hör ich Musik und muss dabei weinen,
weil die Worte mir so wahr erscheinen.
Dann heb ich mir die Worte auf,
falls ich sie mal wieder brauch.
Weil ich wirklich glaube, dass Kate´s Mariella existiert,
und in ihrem Leben kein Wort riskiert.
Weil ich hoffe, dass du die Lasten, die Du auf dem Rücken trägst,
dank Bon Iver endlich auf den Boden legst.
Weil die Wölfe, vor denen ich fliehe - mit der Bahn,
mir nix können - ohne Zahn. 
Weil ich glaube, dass es wichtig ist auch mal
nichts zu tun,
sondern sich auszuruhn. 
Weil ich schätze, dass wir alle menschlich bleiben,
egal welche Monster in uns verweilen. 
Ich glaub, dass all die Lyrics wirklich Sinn ergeben,
deshalb bleiben sie in meinem Leben.

Die im Text genannten Kreationen der anderen:

Kate Nash – Mariella : „Sometimes I wish I was like Mariella. She got some prittstick and she glued her lips together. So she never has to speak, never has to speak.“

Bon Iver – re: Stacks „On your back with your racks as the stacks are your load.
In the back and the racks and the stacks of your load.
In the back with your racks and you’re un-stacking your load“

Of Monsters And Men – Wolves Without Teeth „And I run from wolves,
breathing heavily at my feet. And I run from wolves, tearing into me
without teeth.“

Judith Holofernes – Nichtsnutz „Ich mach heut nichts, nichts, nichts, was etwas nutzt, nutzt, nutzt. Ich mach heut nichts, was etwas nutzt, was unterstützt oder was putzt.“

Daughter – Human „Underneath the skin there’s a human. Buried deep within there’s a human. And despite everything I’m still human. But I think I’m dying here.“

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