Du drehst Dir Deine Worte im Mund herum

Du sagst nie das, was du meinst – nie das, was du fühlst.
Gelbe Tulpen sprudeln aus Dir heraus, obwohl Du eigentlich kotzen möchtest.
Du sagst „Schmetterling“, obwohl Du eigentlich „Motte“ meinst.
Du sprichst von „Wärme“, wenn Dir eigentlich kalt ist.

Du glaubst es wird dann leichter zu tragen. Leichter zu ertragen.
Du glaubst es wird wärmer,
wenn Du von Wärme anstatt von Kälte sprichst:
„Ist doch egal, ist ja beides Temperatur!“
Du glaubst es wird schöner, wenn Du von Schmetterlingen
anstatt vonMotten redest,
weil Motten ja eigentlich auch nur
hässliche Schmetterlinge sind.
Du glaubst es wird höflicher, wenn Du Kotze durch Tulpen ersetzt.

Aber das funktioniert so nicht.
Die Menschen verstehen Dich nicht:
Sie nehmen das für bare Münze, was Du sagst.
Dabei sind Deine Worte wie gewaschenes Geld.
Sie wirken toll und echt, aber schaut man genauer hin,
dann sieht man, dass es alles nur Blüten sind.
Tulpenblüten aus Deinem Mund.

Tulpenblüten aus Deinem Mund,
in dem sich Motten zu Schmetterlinge entwickeln,
und Kälte zu Wärme.
Tulpenblüten aus Deinem Mund,
in dem Du Deine Worte herumdrehst,
sodass sie möglichst schöne Lautströme ergeben.
Tulpenblüten aus Deinem Mund,
mit dem Du nie das sagst, was du meinst – nie das, was du fühlst.
Gelbe Tulpen sprudeln aus Dir heraus,
obwohl du eigentlich kotzen möchtest.

 

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Du drehst Dir Deine Worte im Mund herum

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