Äpfel pflücken

Der Jahreswechsel ist für viele von uns die Zeit, in der wir auf das letzte Jahr zurückblicken. Die Zeit, in der wir uns wundern, dass das Jahr noch schneller vorbeigegangen ist als das Jahr davor. Die Zeit, in der wir uns fragen, ob wir gegangen oder angekommen sind. Ob wir gefallen oder geflogen sind. Ob das, was wir getan haben, wertvoll war. Ob es lebenswert war. Und manchmal glauben wir am Ende des Jahres, nichts erreicht zu haben. Wir sind sicher, dass wir die Tage haben verstreichen lassen, weil sich in unserem Leben kaum etwas verändert hat. Negative Veränderungen sind schlecht. Sind gar keine Veränderungen schlechter? Vielleicht sollten wir einmal genau überlegen, was wir geschafft haben? Ob sich nicht doch etwas verändert hat? Auch wenn es nur eine kleine Sache war? Vielleicht auch eine Veränderung zum Guten?

Wenn Du stehen bleibst, pflück´ Äpfel!

Als ich eben über das Jahr 2015 gedacht habe, war ich für kurze Zeit frustriert. In 2015 bin gefallen und auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Ich konnte nicht loslassen. Ich bin stehen geblieben. Ich hab nicht getanzt. Habe ich gelebt? Nicht genug, oder? Oder ist genau das „leben“? Es hat sich nichts verändert. 2014 war ein so ereignisreiches Jahr: Ich habe einen neuen Lebensabschnitt begonnen und das hat mir wirklich gut getan. Und dieses Jahr? Keine großen Veränderungen? Ich habe das Gefühl, stehen geblieben zu sein. Das frustriert mich. Ich wollte nicht stehen bleiben. Vielleicht sollte ich die Lupe auspacken und dieses Jahr Revue passieren lassen. Und siehe da! – Auch, wenn es keine riesigen, sofort offensichtlichen Dinge waren,  hat sich etwas verändert: Ich bin lauter geworden, habe diesen Blog gegründet, mich selbst besser kennengelernt. Ich habe gelernt mich zu akzeptieren und andere zu akzeptieren. Ich habe angefangen, dazu zu stehen. Ich bin realistischer geworden, wenn auch in Metaphern und Farben. Ich habe gelernt, zu bewundern. Ich habe aufgehört, die Taschenlampe anzuschalten. Ich habe einen Nebenjob angenommen und ein Praktikum gemacht. Ich habe Ziele verworfen und Ziele gefunden, auch wenn ich damit noch nicht am Ende bin. Ich bin realistischer geworden. Ich bin gewachsen, bin in Stöckelschuhen, allerdings genauso groß (äh, klein…) wie vorher auch. Ich bin nicht angekommen. Aber ich habe mich bewegt. Mein Jahr 2015 trägt den Titel: Äpfel pflücken. Vielleicht bin ich stehen geblieben, aber ich habe die Arme nach oben ausgestreckt. Ich habe Dinge verändert, ich habe mich verändert, ich habe die Arme nach oben ausgestreckt, ich habe Äpfel gepflückt. Vielleicht schaffe ich 2016 den Weg zum Birnbaum 100 Meter weiter…! Glaubst Du wirklich, in 2015 hat sich nichts für Dich verändert? Glaubst Du wirklich, in 2015 hast Du nichts erreicht? Hast Du Äpfel gepflückt? Vielleicht solltest auch Du Dein Jahr mit einer Lupe betrachten, um zu sehen, was sich verändert hat. Und um zu betrachten, was DICH verändert hat. In jeder Sekunde unseres Lebens passiert Veränderung, weil Zeit eigentlich nicht existiert, weil Zeit kreiert wurde, um Veränderungen zu messen. Du veränderst Dich vom Schlaf- ins Badezimmer und zum Frühstückstisch. Du veränderst Dich! Wirklich. Und alles verändert sich mit. 

Wenn Du keine Obstbäume hast…

dann musst Du anfangen, welche zu pflanzen. Vor kurzem habe ich ein YouTube-Video gesehen (klick hier!), in dem es darum ging, sich Ziele zu setzen und diesen Stück für Stück näher zu kommen. Hast Du eigentlich ein Ziel? Beeinflusst Du Dein Leben oder lässt Du Veränderungen einfach passieren? Ich weiß, dass Du Dir vornimmst im nächsten Jahr ins Fitnessstudio zu gehen und gesund zu essen. Dass Du seltener lästern und weniger Asi-TV anschauen möchtest. Und wenn Du am Ende des Jahres 2016 feststellst, dass schon am 4.Januar 2016 all diese Vorsätze vergessen hast, wirst auch Du frustriert sein. Du wirst vermutlich das Gefühl haben, nicht umgesetzte Vorsätze seien der Spiegel des Stagnierens. Pflanze Obstbäume – setzte Dir Ziele! In dem YouTube-Video ist die Rede von einem 5-Jahres-Plan, in dem Du planst, was Du wann erreicht haben möchtest. Dann teilst Du auf, was Du dafür in welchem Jahr/Monat oder sogar in welcher Woche erreicht haben musst. Schau es Dir am besten selber an, falls Dich das Thema interessiert. Veränderungen passieren immer, aber Du kannst mitgestalten! – Nicht immer und nicht bei allem, aber Du bist Deinem eigenen Leben nicht einfach ausgesetzt. Warum schreibe ich das? Wenn Du Dir Ziele setzt, Dinge planst, fällst und hoffentlich wieder aufstehst, dann machst Du Veränderung sichtbar. Du kannst am Ende des Jahres betrachten, was passiert ist. Du kannst stolz auf Dich sein. Und auch, wenn es mal nicht so läuft, kann Dir so ein Plan helfen nicht „dicht zu machen“, sondern weiter an die Erreichbarkeit realistischer Veränderungen zu glauben. Du musst nur ausreichend Zeit einplanen. Nicht einen Tag, nicht eine Woche, nicht ein Monat, vielleicht auch nicht ein Jahr. Aber es ist möglich. DU kannst übrigens jederzeit anfangen, Obstbäume zu pflanzen. Wenn Du etwas möchtest, dann beginne JETZT. Du brauchst keinen Jahreswechsel dafür – wie gesagt: Zeit gibt es ja eh nicht….

Aber es soll sich doch gar nichts verändern…!

Okay, dann bleibe genau da, wo Du bist. Setzte Deine Füße nicht in Bewegung, heb Deine Arme nicht an. Das ist okay. Veränderung wird sowieso mit Dir passieren, aber ist okay sich auszuruhen. Du musst nichts verfolgen, wenn genau das, das ist, was Du verfolgst. Du musst nicht immer alles machen, was Du könntest! Gerade in der Weihnachtszeit ist es in Ordnung einmal Pause zu machen und nichts zu verfolgen. Ein Buch zu lesen, einen Kaffee zu trinken, Musik zu hören, Serien suchten, Familie und Freude wiedersehen, essen, lachen, schlafen.

Books

In diesem Sinn wünsche ich Dir schöne Festtage! Solltest Du kein Weihnachten feiern, dann hoffe ich, dass Du ein paar entspannte Tage genießen darfst! Ich klicke das letzte Mal in diesem Jahr auf „publizieren“ und wir hören im Januar wieder voneinander. Komm´ gut ins neue Jahr!  Pass auf Dich auf!

 

 

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2 Gedanken zu “Äpfel pflücken

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