Ehe(tero) ?

Ehe anstatt eingetragene Lebenspartnerschaft für homosexuelle Paare? Alle Vorzüge der Ehe? Volles Adoptionsrecht? Im folgenden Beitrag liest Du meine Meinung, verpackt in fiktive Stories. (Ein bisschen kreativ muss es ja auch sein!)
Regenbogen

Die fiktive Frau Müller hat einen Sohn. Noch bevor ihr Sohn zur Welt kam, verschwand der Vater des Kindes als er Zigaretten holen ging. Der Sohn von Frau Müller wuchs bei ihr auf. Ab und zu kam eine Babysitterin oder die Oma passte auf ihn auf. Der kleine Mann kam irgendwann in den Kindergarten – umringt von Erzieherinnen. Dann kam er in die Grundschule – wieder nur Lehrerinnen. Ob er wohl irgendwann ein seltsames Verhältnis zu Frauen entwickelt? Keine Ahnung. Aber wer die Ehe inklusive Adoptionsrecht von Homosexuellen mit dem Grund des „Kindeswohls“ verhindern will, muss dann wohl auch ein Gesetz gegen Alleinerziehende erlassen. Dass Kinder beide Geschlechter beim Aufwachsen brauchen, mag sein – das gilt für Kinder homosexueller Paare, aber eben genauso wie für die Kinder von Alleinerziehenden. Sorgen wir für ein schön durchmischtes Kollegium in Kindergärten und Schulen und das Problem wird kleiner. Ansonsten könnte das lesbische Paar ihr Kind doch auch mal bei einem männlichen Babysitter lassen oder ähnliches. Das Problem wird noch kleiner. Entscheidet das Geschlecht der Eltern alleine darüber, welche Einstellungen Kinder zu den Geschlechtern entwickeln? 

Die fiktive Familie Meyer besteht aus Herrn Meyer, Frau Meyer und drei Kindern. Von den Kindern war eigentlich keines gewollt und manchmal schlägt Frau Meyer ihrer jüngsten Tochter mit der Faust ins Gesicht, weil sie genervt von ihr ist. Scheiß, Kind! Herr Meyer würde am liebsten den gleichen Weg gehen wie Herr Müller, aber dann hätte er ja auch niemanden mehr für die Wäsche und den Abwasch. Herr Meyer schreit seinen Sohn manchmal an, weil er genervt von ihm ist. Scheiß, Kind! Scheiß, Kinder! Scheiß, Kinder! Wären die doch bloß nicht da! Das fiktive Paar bestehend aus Herrn Schulze und Herrn Janssen wünschen sich ein Kind. Leider haben sie nicht das Recht als Paar ein Kind zu adoptieren. Sie hätten wirklich gerne ein Kind und weil ich in die Zukunft schauen kann (ist ja fiktiv!) weiß ich, dass sie gute Eltern wären. Sie würden ihrem Kind zu hören und es zu einem selbstständigen, gesund denkendem Wesen erziehen. Entscheidet das Geschlecht der Eltern darüber, wie gut das Kind versorgt wird? 

Frau Lange und Herr Dettmers heiraten. Ihnen ist klar, dass sie niemals Kinder haben werden, weil Frau Lange schon 50 Jahre alt ist und Herr Dettmers ohnehin nie Kinder wollte. Sie dürfen aber eine Ehe eingehen, weil sie ja Frau und Mann sind. Aus der Ehe werden keine Kinder hervorgehen. Wer das Argument „Ehe, ist die Keimzelle der Gesellschaft und das geht eben nur mit Mann und Frau“ auftischt, um die gleichgeschlechtliche Ehe zu verhindern, muss auch sicherstellen, dass aus einer Ehe zwischen Mann und Frau mind. ein Kind entsteht. Und das geht nicht! Zumindest nicht auf menschenwürdige Art und Weise. Entscheidet die Fähigkeit oder der Wille ein Kind zu bekommen, ob Menschen alle Vorzüge der Ehe genießen dürfen? 

Und sind wir mal ehrlich. Egal, wie viel Moral man sich bei einer Ehe auferlegt. Ehe ist bestimmt romantisch und toll, aber es geht hier um etwas Rechtliches. Juristischer Kram. Homosexuellen Paaren nicht die gleichen Rechte zu gewähren, ist in der heutigen Zeit, in denen Scheidungen von „Hetero-Ehen“ und die Existenz von „Ehen-ohne-Kinder“ an der Tagesordnung sind, vor allem eines: unlogisch. 

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Ehe(tero) ?

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