Dinge, die Studierende nicht sagen – Teil 2

Dinge, die Studierende nicht sagen -Teil 2-

Vorwort: Ich gehe gerne zur Uni und habe weder etwas gegen meine Kommiliton*innen noch gegen die Lehrenden. Der von Ironie zerfressene Inhalt dieses Beitrags ist also mit seeeehr viel Humor zu betrachten und absolut nicht Ernst zu nehmen. In diesem Sinne: Viel Spaß!

Zu Teil 1 geht es hier

11. Mein Smartphone lasse ich immer zu Hause. Das lenkt mich während der Vorlesung nur ab. Es interessiert mich auch nicht, dass ich seit zwei Wochen an einem „Candy Crush“-Level dran bin und die Vorlesung DIE Chance wäre, endlich ins nächste Level zu kommen. Dabei ist mir natürlich auch egal, dass die Kommilitonin neben mir schon drei Level weiter ist. Die Vorlesung geht vor! Wir konkurrieren nur um Prüfungsnoten, nicht um Level in irgendwelchen Spielen. Ich lasse mein Smartphone zu Hause.

candycrush

12. Ich übernehme NIE unreflektiert die Meinung der Lehrenden! Ich setze mich grundsätzlich selber mit dem Thema auseinander und bilde mir meine eigene Meinung dazu. Und wenn zwei Dozent*innen gegensätzliche Meinungen vertreten, dann übernehme ich auch nicht die Meinung der sympathischeren Person. Wirklich nicht. Da bin ich vollkommen neutral.

13. Für die Lehramtsstudent*innen: „Meine didaktische Reserve? Habe ich dabei! Liegt im Kofferraum! Direkt neben dem Ersatzreifen. Soll ich sie kurz holen gehen? Bin sofort zurück!“

14. Ich habe liebend gerne 6h nacheinander im selben Raum, bei derselben Lehrperson Unterricht. Ein kürzerer Zeitraum lohnt sich nicht. Die Lernatmosphäre ist eben besser, wenn man die Stimme und Artikulation der Lehrperson besonders gut kennt und wenn man sich an den Raum gewöhnt hat. Nach 2h geht mir die Stimme des/der Dozent*in immer noch nicht auf die Nerven. Nach 3h riecht der ganze Raum nach Rosenduft und man kann richtig gut atmen und denken!

15. Ich wähle die Lehrveranstaltungen nach Inhalt & Thema. Wann die Veranstaltung liegt und ob mir die Lehrperson sympathisch ist, ist dabei vollkommen egal. Ich wähle auch nicht die Veranstaltungen, die thematisch nah an denen sind, die ich schon mal gemacht habe, sodass ich weniger lernen muss.

16. Ich sortiere Mitstudierende, die ich nicht kenne, nicht gedanklich in irgendwelche Studiengänge ein. Ich finde nicht, dass der Typ mit den langen Haaren und der Leinenhose aussieht wie ein Musikstudent! Und das Mädel mit den Birkenstocksandalen, die den Holzschmuck trägt, studiert nichts, was mit Pädagogik zu tun hat! 

17. Wenn Dozent*innen mit dem Gesichtsausdruck des Todes in die Veranstaltung kommen, freue ich mich besonders. Das motiviert und erweckt den Eindruck, dass das Thema sehr spannend werden wird. Außerdem haben wir so die Chance, die Laune wieder zu heben. Das ist unsere Aufgabe und nicht die einer Psychotherapie. Es lohnt sich also gerade für die Pädagogik – und Psychologiemenschen unter uns.

18. In der Uni werden mir so wundervoll viele Gelegenheiten gegeben um mein Verständnis und Empathiegefühl auszubauen und zu stärken. Beispielsweise, wenn während der Vorlesung genau der Student, der mitten in der Reihe sitzt, fünf mal zur Toilette muss. Kein Problem, ich stehe gerne zehn mal auf, damit er aus der Reihe raus und wieder rein kann. Ein bisschen Bewegung kann nicht schaden!

was ich in der uni

19. Dieses Gefühl, wenn man an einem verregneten Samstagmorgen sein E-Mail-Postfach öffnet und eine gerade eingegangen E-Mail einer Lehrperson findet, die einem noch kurz Aufgaben fürs Wochenende schicken wollte, ist mehr als atemberaubend (Euphemismus für : Ich ersticke fast an meinem Matcha Tee.) und umwerfend (Euphemismus für: Ich bin fast aus meiner Yoga-Position gekippt.). Dass diese Lehrperson auch an einem Samstag an mich denkt, zeugt von Enthusiasmus für die Lehre – nicht von einsamer Verzweiflung, die durch dominierendes Verhalten über Studierende ausgeglichen werden muss.

20. Zitieren? Kein Problem? Bin ich in der Schule richtig gut drauf vorbereitet worden. Über alle möglichen Wege, wie verschiedene Wissenschaften Quellenangaben usw. bevorzugen, wurde ich bestens informiert. Ich konnte das schon zu Beginn meines Studiums im Schlaf! Zitieren kostet mich weder Zeit noch Nerven. Ich bin sehr entspannt, wenn ich eine Ausarbeitung abgeben muss, denn ich weiß: Ich werde kein unbeabsichtigtes Plagiat eingebaut haben! Ich kann das mit dem Zitieren nämlich so richtig gut! … Wie mache ich das eigentlich  nochmal, wenn ich was zitieren will, was Papa gestern Abend gesagt hat?

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Dinge, die Studierende nicht sagen – Teil 2

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