Dinge, die Studierende nicht sagen – Teil 1

Dinge, die Studierende nicht sagen

-Teil 1-

Vorwort: Ich gehe gerne zur Uni und habe weder etwas gegen meine Kommiliton*innen noch gegen die Lehrenden. Der von Ironie zerfressene Inhalt dieses Beitrags ist also mit seeeehr viel Humor zu betrachten und absolut nicht Ernst zu nehmen. In diesem Sinne: Viel Spaß!

1. Ich freue mich sehr, wenn der/die Dozent*in mir in einer Vorlesung das Mikro unter die Nase hält und mich nach meiner Meinung fragt. Es ehrt mich total, dass ich aus den 300 Anwesenden ausgewählt wurde und meine Ansichten zu einem wissenschaftlichen Thema mit so vielen Menschen teilen darf. Das ist so wundervoll!

2. Ich habe die 70 Seiten Text wirklich gerne gelesen. Nicht, weil ich musste und sonst durch die Klausur fallen würde, sondern weil mich das Thema echt so richtig doll interessiert hat. Mich hat es auch nicht gestört, dass die These des ganzen Textes erst im letzten Abschnitt genannt wurde und ich den gesamten Text nochmal lesen musste, weil ich dachte, es ginge um etwas ganz anderes. Das war super! So konnte ich die Inhalte direkt wiederholen und viel besser aufnehmen.

3. Ich schreibe E-Mails an Lehrende genauso unbefangen wie an Menschen aus meinem Freundeskreis. Auf die Form kommt es schließlich nicht an. Der Inhalt zählt!

Prof
Sollte ich irgendeinen Professoren haben, der mit Vornamen Dieter heißt und das hier ließt: SIE SIND NICHT GEMEINT! WIRKLICH NICHT! DAS HIER IST EINE VOLLKOMMEN AUSGEDACHTE E-MAIL!

4. Ich mache keine Witze über die Nachnamen von Lehrenden. Das Verhalten wäre ja auch kindisch und unangemessen! Vor allem Sprüche wie „Da wird der Name zum Programm!“ sind echt unterste Schublade! Gerade wenn Mitstudierende zufällig denselben Nachnamen haben, reiße ich mich zusammen und ich frage auch nicht, ob sie verwandt oder verschwägert miteinander sind.

5. Kaffee ist eklig, ungesund und teuer. Wenn ich Kaffee trinke, wird mir übel, ich werde hässlich und vor allem arm. Ich trinke nie Kaffee. Ich schlafe relativ viel und bin selten müde. Morgens wache ich mit weißen Klamotten bekleidet auf, steige aus meiner weißen Bettwäsche hinaus und gehe barfuß zwei Schritte zum Balkon. Ich öffne die Tür, strecke und recke mich und atme die frische Luft ein. (Frisch, weil keiner meiner Nachbarn gestern Abend Shisha geraucht hat!) Dann gönne ich mir einen Matcha Tee und mache eine halbe Stunde Yoga. Wie gesagt: Kaffe ist eklig, ungesund und teuer.

keinkaffee

6. Auf Vorträge, die in anderen Sprachen gehalten werden, freue ich mich immer schon mindestens zwei Wochen vorher. So habe ich während der Veranstaltung die Möglichkeit meine Sprachkenntnisse aufzufrischen. Außerdem sehe ich die Inhalte so in einem ganz anderen Licht und kann neue Perspektiven einnehmen. Sprache und Denken beeinflussen sich nämlich gegenseitig!

7. Die Klausuraufsicht war mir auf Anhieb sympathisch. Ich fand es super, dass sie/er eine halbe Stunde hinter mir gestanden und auf mein Blatt gestarrt hat. Ich konnte ihren/seinen Atem in meinem Nacken spüren. Das hat mich sehr beruhigt. Ich wusste: Ich bin nicht alleine. Und dass ich jedes Mal laut angeschrien wurde, wenn ich nur kurz den Blick von meinem Blatt gehoben habe, war total angemessen und legitim. Das hat mich immer wieder daran erinnert, dass ich in einer Prüfungssituation sitze. Genau das brauche ich, um gedanklich beim Thema zu bleiben! Danke liebe Klausuraufsicht! Ich hoffe, Sie werden gut bezahlt! Vielleicht mögen Sie sich beim nächsten Mal ein Megaphon kaufen und vorher einige Stunden Artikulationstraining machen. Ich glaube, dann würde das Schreien noch strenger und lauter rüber kommen und ich könnte mich noch besser auf den Klausurinhalt konzentrieren!

8. Die Dozent*innen, die sich mit vollem Titel ansprechen lassen, sind mir mindestens genauso sympathisch wie die Klausuraufsicht. Wenn ich „Sagen Sie mal Frau Prof. Dr. Dr. Dr. phil….“ sagen muss, dann baut das Vertrauen auf. Außerdem wird so die Möglichkeit geschaffen sich auf Augenhöhe zu begegnen und das ist auf jeden Fall die Basis für gelungene Lehre. (Wenn ich eine E-Mail an Frau Prof. Dr. Dr. Dr. phil. schreibe, bin ich trotzdem entspannt!)

9. Clubs? Ich gehe häufig in Clubs! Zum Beispiel besuche ich den Unischachclub, der sich jeden Freitag um 16 Uhr trifft. Sowohl der Wochentag als auch die Uhrzeit stärken unser Durchhaltevermögen und genau das ist beim Schach ja auch sehr wichtig! Deswegen habe ich auch für diese Uhrzeit abgestimmt. Dafür bin ich nämlich extra dem „Wann-soll-der-Schachclub-sich-treffen-Club“ beigetreten. Der trifft sich übrigens samstags um 11 Uhr – also falls wer Bock hat!

Kalender

10. „Obwohl Kaffee eklig, ungesund und teuer ist, habe ich Verständnis dafür, dass Sie, Frau Prof. Dr. Dr.(kurz durchatmen) Dr. phil. XY Ihren Kaffee über meine Hausarbeit gekippt haben, während Sie sie korrigiert haben. Ich habe sie ja nur für 16 Euro binden lassen und musste dafür auf meinen Matcha Tee verzichten (gäääähn). Also keine Sorge!“

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